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Berlin Spezial
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Berlin Spezial


Das neue Berlin ist zu einem weltweiten Anziehungspunkt geworden
Shoppen Sie auf dem Ku´Damm, erleben Sie am Reichstag Geschichte und erfahren Sie die jüngste
Vergangenheit hautnah am Checkpoint Charlie. Besucher erwartet ein einmaliges Spektrum, von den Philharmonkern
bis zum experimentellen Avantgarde-Theater. Für das leibliche Wohl bietet Ihnen Berlin die ganze Palette.
Von der Currywurst in der rustikalen Eckkneipe oder Haute Cuisine vom Meisterkoch, von der Berliner Weiße
im Gartenlokal zum Trend-Cocktail in der Szene-Lounge.

Berlin Mitte

Eine eigenständige Geschichte kann der neue Verwaltungsgroßbezirk Mitte von Berlin noch nicht aufweisen. Bis zu seiner Bildung im Jahr 2001 war es über acht Jahrzehnte hindurch die Geschichte seiner heutigen Ortsteile, die sich recht ungleich entwickelt hatten und gerade in den Jahrzehnten nach 1945 höchst unterschiedlich darstellten. Hier, an der nun seit anderthalb Jahrzehnten überwundenen Trennungslinie der Innenstadt, schieden sich Welten, die erst seit dem Fall der Mauer 1989 wieder vereint sind.



Fernsehturm

Der Fernsehturm, das höchste Gebäude der Stadt, gehört den Hauptattraktionen Berlins. Seine Gesamthöhe beträgt 368 Meter, die Aussichtsplattform befindet sich in 203 Meter Höhe. Erbaut wurde der Turm nach Plänen eines Architektenteams 1965–69. Das Mitglied der World Federation of Great Towers besteht aus einem 250 Meter hohen Stahlbetonschaft sowie einer Turmkopfkugel aus Edelstahl, in der sieben Geschosse untergebracht sind. Hier bietet das Telecafé einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Das um die eigene Achse rotierende Café benötigt 30 Minuten für eine Drehung. Die Spitze des Turmes bildet die 118 Meter lange Fernsehantenne. 1969–72 entstand nach Plänen von Walter Herzog und Heinz Aust eine pavillonartige Fußumbauung, die in drei Trakte mit spitzen Faltdächern gegliedert ist. Hier ist auch das Tourist Info Café untergebracht.



Berliner Dom

Der Berliner Dom ist die ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern, konzipiert als protestantische Antwort auf den Petersdom. Er wurde unter Kaiser Wilhelm II. 1894–1905 nach Plänen von Julius Carl Raschdorff als Hof- und Denkmalskirche der Hohenzollern nach Abriss des alten Doms errichtet. Gegen die Kritik der Zeitgenossen entstand auf Wunsch Wilhelms II. ein reich verzierter, von der italienischen Hochrenaissance beeinflusster Kuppelbau. Der vereinfachte Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieges schwer beschädigten Gebäudes erfolgte 1975–93. Das prunkvolle Innere wurde um die Jahrhundertwende ebenfalls von Julius Raschdorff gestaltet. Zu den größten Kostbarkeiten zählen die Prunksarkophage des Großen Kurfürsten und der Kurfürstin Dorothea, von König Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte. Der Hauptaltar von 1850 ist ein Werk von Friedrich August Stüler. In der Tauf- und Traukirche findet sich ein Altarbild von Karl Begas d.Ä. Die Fürstengruft der Hohenzollern enthält etwa 100 Bestattungen aus fünf Jahrhunderten.



Nikolaiviertel

Das Nikolaiviertel zählt mit seinen verwinkelten mittelalterlichen Gassen, den zahlreichen Restaurants und Kneipen zu den beliebtesten Touristenattraktionen Berlins. Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Viertel rings um die Nikolaikirche geprägt durch Gasthöfe, Läden, Höfe und Handwerksbetriebe. Viele Künstler wie Kleist, Hauptmann, Ibsen, Casanova, Strindberg oder Lessing lebten oder logierten hier. Durch Bombenangriffe wurde das Viertel 1944 weitgehend zerstört, es blieb als brachliegendes Trümmergrundstück liegen. Erst im Vorfeld der 750-Jahr-Feier Berlins wurde 1981–87 die Ruinenlandschaft nach historischen Vorbildern unter Leitung des Architekten Günter Stahn rekonstruiert. Bei der Wiederherstellung des Viertels als verwinkelte Fußgängerzone wurden moderne Bauten sowie rekonstruierte Gebäude zu einem Ensemble zusammengefügt. Nach historischen Vorbildern sind die Häuser und Straßen möglichst exakt nachgebildet, so dass die Illusion eines Stücks Alt-Berlin entsteht. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert mit ihren Zwillingstürmen. Im Laufe der Geschichte wurde sie mehrmals umgebaut, unter anderen 1807 durch Schinkel und 1876–78, als die Türme errichtet wurden. Im aufwändig restaurierten Inneren befindet sich eine Dependance des Stadtmuseums, das die Geschichte Berlins bis zum 30jährigen Krieg darstellt. Das Ephraimpalais ist ein Meisterwerk der Berliner Palaisarchitektur des 18. Jahrhunderts, in dem Wechselausstellung gezeigt werden. Zahlreiche Verzierungen schmücken die Balkone des sanft geschwungenen Hauses, das 1935/36 wegen der Straßenerweiterung abgetragen, in nummerierten Einzelstücken zwischengelagert, fast vergessen und erst 1983 nach Verhandlungen ausgetauscht und wieder aufgebaut wurde. Auch der Barockbau des Knoblauchhauses von 1760, in dessen Räumlichkeiten mit den wertvollen Möbeln ein Einblick in die großbürgerliche Welt geboten wird, lohnt einen Besuch.



Brandenburgertor

Das Brandenburger Tor, das einzige erhaltene Stadttor Berlins, ist das Wahrzeichen der Stadt. Zudem stand es symbolisch für die Trennung der Stadt, da es sich im Niemandsland direkt an der Berliner Mauer befand. Nach dem Fall der Mauer wurde das Tor am 22.12.1989 wiedereröffnet. Der nach Plänen von C.G. Langhans 1788–91 errichtete Sandsteinbau ist den Propyläen auf der Athener Akropolis nachempfunden. Beidseitig sind sechs dorische Säulen den 11 m tiefen Querbalken vorgestellt, die fünf Durchfahrten gliedern. 1794 wurde das Gebäude mit der Quadriga und Siegesgöttin von Schadow gekrönt, welche Richtung Stadtmitte nach Osten zeigt. Das Brandenburger Tor war von weiteren Gebäuden umrahmt, welche im Krieg zerstört wurden. Nach dem Entscheid des Berliner Senats vom 22.10.2002 bleibt das Brandenburger Tor für den Autoverkehr wie auch für Busse und Taxen geschlossen. Der Pariser Platz kann so in seiner neu erstrahlenden Schönheit von den Berlinern und ihren Besuchern genossen werden.



Reichstag

Der Reichstag ist der Sitz des Deutschen Bundestages und mit seiner neuen Kuppel der beliebteste Publikumsmagnet Berlins. Seine bewegte Geschichte spiegelt die Turbulenzen der Deutschen Historie seit dem 19. Jahrhundert wieder. Der Reichstag wurde 1884–94 von Paul Wallot errichtet, nachdem mit der Gründung des Deutschen Reiches ein repräsentatives Gebäude für das Parlament erforderlich war. Die Inschrift "Dem Deutschen Volke" wurde erst 1916 während des Ersten Weltkrieges angebracht, da sich Wilhelm II. zunächst dagegen aussprach. Am 9.11.1918 rief der Abgeordnete Philipp Scheidemann vom Fenster die Republik aus. Ein Teil des Hauses fiel am 27.2.1933 unter nicht aufgeklärten Umständen dem Feuer zum Opfer; der Reichstagsbrand diente dem nationalsozialistischen Regime als Vorwand zur Verfolgung politischer Gegner. Nach dem Krieg wurde das zerstörte Gebäude nach Plänen von Paul Baumgarten 1961–71 in vereinfachter Form ohne die 1945 gesprengte Kuppel wieder aufgebaut. Im Innern des an die Berliner Mauer grenzenden Hauses befand sich die Ausstellung "Fragen an die Deutsche Geschichte", welche nun im »Deutschen Dom präsentiert wird. Nach der Wiedervereinigung beschloss der Deutsche Bundestag, das Gebäude wieder als Parlament zu nutzen. Von 1994–99 wurde der Reichstag von dem Architekten Sir Norman Forster in Anlehnung an die großzügigen historischen Dimensionen als modernes Arbeitsparlament mit begehbarer Kuppel um- und ausgebaut. Vor Beginn der Arbeiten 1994 war das Gebäude Schauplatz einer der spektakulärsten Kunstereignisse Europas: die Verhüllung durch Christo und Jeanne Claude. Die zunächst heftig umstrittene Glaskuppel ist mittlerweile zum neuen Wahrzeichen der Stadt geworden. Seit 1999 ist das Reichstagsgebäude wieder Sitz des Deutschen Bundestages.



Unter den Linden

Der Berliner Prachtboulevard, das alte Herzstück Berlins, führt vom »Brandenburger Tor zur Schlossbrücke. Am Anfang waren die Linden ein Reitweg, der ab 1573 vom Schloss nach Lietzow, dem späteren Charlottenburg und weiter nach Spandau führte. Ab 1701 wurden die Linden im Zuge königlicher Prachtentfaltung und neuer Architektur immer weiter ausgebaut. Es entstanden im Laufe der Zeit das »Zeughaus, die Friedrichstadt und unter Friedrich II. dem Großen das Kronprinzenpalais, das Prinzessinnenpalais, das »Opernhaus und das Palais für Prinz Heinrich, die jetzige Humboldt-Universität. Das Ende des 18. Jahrhunderts begonnene »Forum Fridericianum sollte das geistige und künstlerische Zentrum der Monarchie werden mit der »Staatsoper, der Akademiebibliothek, der »St.-Hedwigs-Kathedrale und dem als Universitätsgebäude genutzten Prinz-Heinrich-Palais auf der gegenüberliegenden Seite. Schinkels große bauliche Leistung war es, die unterschiedlichen Bauten und Stilrichtungen in einem ästhetischen Konzept zu vereinen, so entstanden die »Neue Wache, die Schlossbrücke und die Neugestaltung des Lustgartens, wodurch sich die Linden zu einem Gesamtensemble vereinen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der »Berliner Dom im eklektizistischen Stil des Wilhelminismus neu errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Boulevard, dessen Linden unter Hitler zwecks Verbreiterung der Fahrbahn und Integration in die Ost-West-Achse abgeholzt wurden, eine Trümmerwüste. Mit Ausnahme des Stadtschlosses, das 1950 als vermeintliches Symbol des Militarismus von den Sowjets gesprengt wurde, baute man die noch existierenden Gebäude nach und nach wieder auf. Die eigentliche Bautätigkeit jedoch begann erst 1958. Es entstanden typische 60er-Jahre-Gebäude mit gleichförmigen Fassaden. An Stelle des Stadtschlosses wurde der Palast der Republik gesetzt, der nach der Wende als asbestverseucht geschlossen wurde. Seit dem Mauerfall wurden viele Gebäude restauriert und neu erbaut. So wurde der Lustgarten, der zuvor als Paradeplatz diente, wieder zu einem den Plänen von Lenné nachempfundenen Gartenareal gestaltet.



Kurfürstendamm

Der Kurfürstendamm ist die beliebteste Flaniermeile der Berliner und Berlin-Besucher. Er zieht sich von der Gedächtniskirche 3,5 Kilometer lang bis nach Halensee, wo die Villenkolonien des Berliner Westens beginnen. Der belebte obere Teil des Kurfürstendamms und seiner Verlängerung nach Osten, der Tauentzienstraße, ist geprägt durch zahlreiche Kaufhäuser und Modegeschäfte. Der untere Teil ist ruhiger, hier sind in den prachtvollen Jahrhundertwendebauten die Läden der Designermarken angesiedelt. Zwischen 1883 und 1886 wurde er als Boulevard mit Reitweg angelegt und opulent bebaut. In den Zwanzigern entwickelte er sich zum Treffpunkt der intellektuellen Welt mit zahlreichen Theatern, Cafés und Nachtclubs. Hier entstand 1913 das "Marmorhaus" als erster Filmpalast, der jedoch wie viele andere Kinos am Kurfürstendamm in letzter Zeit schließen musste. Im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, wurde der Kurfürstendamm in den Fünfzigern mit Hochhäusern und Zeilenbauten neu bebaut – und teilweise kahlsaniert. Nach wie vor ist er der Renommierboulevard Berlins, auf dem gerade wieder viele neue Bauten entstehen. 2001 wurde das neue Kranzlereck mit Büros, Geschäften und einem neuen Café in der traditionellen Rotonde mit rot-weiß gestreifter Markise eröffnet. Das Kudamm-Eck an der Kreuzung zur Joachimsthaler Straße, eine Bausünde der Sechziger, wurde abgerissen und neu bebaut. Am Lehniner Platz liegt die Schaubühne, ein Theaterbau im expressiven Stil der Zwanziger. In den ruhigen Seitenstraßen wie der Fasanenstraße, der nobelsten Einkaufsmeile der Stadt, befinden sich viele kleine edle Boutiquen und Cafés in den Bauten der Jahrhundertwende.



Weitere Informationen und Tipps

Mehr Info`s unter www.berlin-tourist-information.de

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